LebensLernOrt

Sinnhaftes, lebensnahes Lernen sind uns ein wichtiges Anliegen. Themen entstehen durch die Gestaltung unseres Schulortes als LebensLernOrt. Dabei sind uns die Natur und Themen der Nachhaltigkeit eine Herzensangelegenheit. Der frühe und persönliche Kontakt zur Natur kann wichtige Weichen stellen, denn er stoppt die Entkopplung des Lebens von den natürlichen Rhythmen und stärkt eine tief empfundene Verbundenheit mit der Natur. Wir sind davon überzeugt, dass das, was die Kinder einst lieben gelernt haben, sie in der Zukunft auch schützen werden.

In unserem Alltag erleben wir, dass die Natur einen heilsamen Ruhepol und einen wertvollen „Entwicklungsraum“ (nach Renz-Polster/Hüther) darstellt. In unserem Bruchhofwald haben wir z.b. Buden am Bach gebaut, mit Ton „eigene“ Bäume verziert, Kräuter kennengelernt, geheime Wege angelegt und Erdkröten bei ihrer Entwicklung vom Laich bis zum Jungtier beobachtet.

„Das beste Spielmaterial bietet die Natur. Wenn Kinder zum Beispiel mit Blättern spielen, tun sie das mit mehreren Sinnen gleichzeitig. Sie nehmen den harzigen Geruch wahr, fühlen die Blattadern, unterscheiden verschiedene Farbtöne, verändern die Form des Blattes durch Zerrupfen oder Falten. Die Kinder lernen durch unmittelbares Erleben. Je mehr Sinne beim Lernen beteiligt sind, desto besser prägt sich eine neue Erkenntnis ein.“

Zitat von Prof. Dr. Gerald Hüther

Im Frühling 2021 sind wir eine Ackerschule geworden und durchlaufen mit fachkundiger Begleitung der Gemüse-Ackerdemie (www.gemueseackerdemie.de) fünf Jahre lang die Jahreszeiten. Wir haben einen Schulgarten angelegt, den wir wöchentlich pflegen. Inzwischen haben wir dort schon Vieles geerntet und in unserer Küche daraus leckere Gerichte gekocht.